Die 10 häufigsten Fragen
- 1. „Erzählen Sie etwas über sich.“
- Keine Lebensgeschichte, sondern 60–90 Sekunden: aktuelle Situation, zwei relevante Stationen oder Erfolge, warum du jetzt diese Stelle willst.
- 2. „Warum möchten Sie bei uns arbeiten?“
- Zeig, dass du recherchiert hast: ein Produkt, ein Projekt oder ein Wert des Unternehmens, den du konkret mit deinen Zielen verbindest.
- 3. „Was sind Ihre Stärken?“
- Wähle zwei Stärken, die zur Stelle passen, und belege jede mit einer kurzen Situation: Was war die Aufgabe, was hast du getan, was kam heraus?
- 4. „Was sind Ihre Schwächen?“
- Nenne eine echte, aber nicht stellenkritische Schwäche und erkläre, wie du daran arbeitest. „Perfektionismus“ wirkt ausweichend.
- 5. „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“
- Fasse in zwei, drei Sätzen zusammen, welche Anforderungen der Stelle du nachweislich erfüllst und was du zusätzlich mitbringst.
- 6. „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“
- Zeig Entwicklungswillen innerhalb des Fachgebiets, zum Beispiel Verantwortung für Projekte oder eine Weiterbildung, ohne den Job des Gegenübers zu wollen.
- 7. „Warum möchten Sie wechseln?“
- Sprich positiv über das, was du suchst, nicht negativ über den alten Arbeitgeber.
- 8. „Erzählen Sie von einem Konflikt und wie Sie ihn gelöst haben.“
- Wähle ein echtes Beispiel, beschreibe sachlich die Situation, dein Vorgehen und was du daraus gelernt hast.
- 9. „Was wissen Sie über unser Unternehmen?“
- Größe, Branche, wichtigste Produkte oder Kunden und eine aktuelle Nachricht reichen. Verbinde sie mit deiner Motivation.
- 10. „Welche Gehaltsvorstellung haben Sie?“
- Recherchiere vorher übliche Gehälter für Stelle und Region und nenne eine konkrete Spanne als Bruttojahresgehalt.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch für die Ausbildung
- 1. „Warum haben Sie sich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?“
- Verbinde ein Erlebnis (Praktikum, Schulfach, Hobby) mit dem, was dich am Beruf konkret interessiert.
- 2. „Welche Schulfächer liegen Ihnen?“
- Nenne die Fächer, die zum Beruf passen, und sag ehrlich, wie du mit schwächeren Fächern umgehst.
- 3. „Was machen Sie in Ihrer Freizeit?“
- Hobbys mit Verantwortung oder Teamarbeit, etwa Verein, Ehrenamt oder Nebenjob, sind gute Beispiele.
Gute Fragen, die du selbst stellen kannst
- Wie sieht ein typischer Arbeitstag in dieser Position aus?
- Wie wird man eingearbeitet, gibt es feste Ansprechpersonen?
- Woran messen Sie nach einem Jahr, ob ich erfolgreich bin?
- Wie ist das Team aufgebaut, mit dem ich arbeiten würde?
- Wie geht der Bewerbungsprozess weiter?
Fragen, die nicht erlaubt sind
Fragen nach Schwangerschaft, Familienplanung, Religion, sexueller Orientierung, Parteizugehörigkeit oder Gewerkschaftsmitgliedschaft sind nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in der Regel unzulässig. Du musst sie nicht wahrheitsgemäß beantworten.
So bereitest du dich in 30 Minuten vor
- Stellenanzeige noch einmal lesen und Anforderungen markieren
- Zu jeder Anforderung ein Beispiel aus deinem Lebenslauf notieren
- Die 10 Fragen oben laut beantworten, am besten mit Zeitlimit
- Drei eigene Fragen vorbereiten
- Anfahrt, Ansprechperson und Unterlagen bereitlegen
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Vorstellungsgespräch?
Meist 30 bis 60 Minuten. Ausbildungsgespräche sind oft kürzer, bei Assessment-Centern kann es ein ganzer Tag sein.
Was ziehe ich zum Vorstellungsgespräch an?
Eine Stufe formeller als die Kleidung, die im Unternehmen im Alltag üblich ist. Im Zweifel lieber etwas schicker.
Wie bereite ich mich auf ein Video-Interview vor?
Technik vorher testen, ruhigen Ort mit neutralem Hintergrund wählen, in die Kamera schauen und Notizen nur knapp halten.
Soll ich mich nach dem Gespräch melden?
Eine kurze Dankes-E-Mail am selben oder nächsten Tag ist eine gute Gelegenheit, dein Interesse zu bestätigen.
